Über mich

Ich bin Fotografin mit Schwerpunkt Porträt- und dokumentarische Fotografie. Nach meinem Studium der Fotografie an der FH Dortmund (B.A. 2013) arbeite ich seit über zehn Jahren hauptberuflich in der fotografischen Praxis – sowohl freiberuflich als auch als Projektleiterin Fotografie bei der Omnicom Media Group, bei der ich den Bereich Fotografie für mehrere Agenturen aufgebaut habe.

Meine fotografische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von konzeptionellem Denken und technischer Umsetzung. Im Zentrum steht für mich die Frage: Wie können Bilder Menschen authentisch zeigen und gleichzeitig visuelle Narrative entwickeln, die über das rein Abbildende hinausgehen?

Fotografische Haltung

Porträtfotografie verstehe ich als Dialog – zwischen Fotograf*in und Protagonist*in, zwischen Bildidee und Realität, zwischen Natürlichkeit und einem Hauch von Inszenierung. Ich entwickle gern grundsätzliche Bildideen, verlasse mich aber zusätzlich gern auf meine Intuition und auf besondere Momente und Augenblicke, die beim Fotografieren entstehen.

In meiner dokumentarischen Arbeit interessiert mich die Verdichtung von Momenten zu Bildern, die über das Sichtbare hinaus Bedeutung transportieren. Dokumentarische Fotografie bedeutet für mich nicht nur abzubilden, sondern zu interpretieren und visuell zu übersetzen.

Meine Portraits wurden unter anderem in den Fachmedien Horizont und W&V veröffentlicht.

Aktuelle Schwerpunkte

Ein zentrales Thema meiner gegenwärtigen Arbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit KI-gestützter Bildgenerierung. Welche Möglichkeiten eröffnen KI-Tools für die fotografische Praxis? Wo liegen ihre Grenzen – technisch, ästhetisch, ethisch? Wie verändert sich unser Verständnis von Fotografie, wenn Bilder nicht mehr durch die Kamera entstehen, sondern durch Algorithmen?

Diese Fragen beschäftigen mich sowohl in meiner praktischen Arbeit als auch in der theoretischen Reflexion. Ich sehe KI nicht als Ersatz für fotografische Praxis, sondern als zusätzliches Werkzeug, dessen Einsatz immer kritisch hinterfragt werden muss.

Darüber hinaus setze ich mich intensiv mit Fragen visueller Repräsentation auseinander: Wie bilden wir Diversität ab? Welche Rolle spielen Gender, Alter, Herkunft in der Bildsprache? Wie können wir visuelle Stereotype bewusst aufbrechen?

Lehre und Vermittlung

Was mich neben der eigenen fotografischen Arbeit besonders erfüllt, ist die Vermittlung fotografischer Kompetenzen. In meiner Tätigkeit bei der Omnicom Media Group betreue ich kontinuierlich Praktikant*innen und studentische Hilfskräfte und begleite sie auf ihrem Weg von den Grundlagen der Fotografie bis zur eigenständigen konzeptionellen Arbeit.

Der Austausch mit jungen Menschen, ihre frischen Perspektiven und die Möglichkeit, ihnen fundierte Grundlagen zu vermitteln, damit sie ihren eigenen fotografischen Weg finden können – das motiviert mich und treibt mich an.

Technische Expertise

  • Fotografie: Konzeptentwicklung, digitale Workflows, Lichtführung, Bildkomposition
  • Nachbearbeitung: Adobe Photoshop, Lightroom (sehr gute Kenntnisse)
  • KI-Tools: Adobe Firefly, kritische Analyse und Implementierung
  • Bildverwaltung: Aufbau und Management digitaler Bilddatenbanken
  • Projektmanagement: Von Briefing über Konzeption bis zur finalen Umsetzung

Ausbildung

  • Bachelor of Arts Fotografie | Fachhochschule Dortmund (2007–2013)  
  • Diplom-Kauffrau (FH) | Hochschule Bremen (1996–2000)  
  • Diplôme du CESEM Méditerranée | KEDGE Business School Marseille

Wie kam ich zur Fotografie?

Geboren 1975 in Bremen, studierte ich in meinem „ersten Berufsleben“ BWL und Internationales Management in Bremen und Marseille, Frankreich. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums arbeitete ich 6 Jahre als  Kommunikations- und Mediaberaterin in verschiedenen grossen Agenturnetzwerken auf internationaler Ebene. In dieser Zeit sammelte ich wertvolle und detaillierte Erfahrungen sowohl in der visuellen Arbeit als auch in Bezug auf die Abläufe in der Werbe- und Marketingbranche.

Meine erste Kamera bekam ich schon während der Grundschulzeit, und während meiner Schulzeit in den 80er und 90er Jahren beobachtete ich mit Begeisterung die Mode und Werbefotografie von Richard Avedon, Herb Ritts und Irving Penn. Während meiner Aufenthalte in Paris und Barcelona verbrachte ich jede freie Minute in Museen und Ausstellungen. Im Jahr 2007 entschloss ich mich dann endgültig mich auch beruflich auf die Fotografie zu konzentrieren und bewarb mich erfolgreich für den Studiengang Fotografie an der FH Dortmund. Im Sommer 2013 beendete ich das Studium mit meiner Abschlussarbeit „Tannenbär und Rasenspringer“ in der ich mich intensiv mit der fotografischen Darstellung der kindlichen Fantasie auseinandersetzte. Bereits seit 2012 arbeite ich als freiberufliche Fotodesignerin.